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Euribor ist im September erneut gesunken
Der Euribor von September, der Indikator nach dem sich 4 Millionen Hypotheken in Spanien richten, ist zum 30. September auf 2.067 Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr stand der Euribor am gleichen Tag bei 0,647 Punkten.
Der gesunkene Euribor wirkt sich negativ auf die Hypotheken aus, denn die monatlichen Rückzahlungsquoten steigen. Wer zum Beispiel eine durchschnittlich hohe Hypothek von 120.000Euros auf 20 Jahre aufgenommen hat und deren Revision im September fällig ist, dessen monatliche Quote wird um 37,29 Euro steigen. Auf das Jahr gerechnet sind das 447,48 Euro mehr.
Neues vom Euribor
Der Euribor, nach dem die Mehrzahl der Hypotheken in Spanien berechnet wird, hat Ende August 2011 einen Wert von 2,097 Prozent erreicht. Dies geht aus den Daten der spanischen Nationalbank hervor. Damit ist der Euribor seit Juli diesen Jahres mit einem Wert von 2,183 Prozent gesunken. Im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres allerdings ist ein beachtlicher Anstieg zu verzeichnen. Damals schloss der Euribor lediglich mit 1,421 Prozent ab.
Experten rechnen damit, dass der Euribor sich bis zum Jahresende bei etwa 2,5 Prozent einpendelt. Dieser Wert ist niedriger als ursprünglich erwartet. Grund dafür ist unter anderem, dass ein weiterer Anstieg der Zinssätze durch die Europäische Zentralbank ausgeschlossen wird.
Sammelklage gegen unzulässige Hypothekenklausel
Die spanische Medienwelt richtet ihren Blick abermals auf die Sammelklage, die von der Interessengemeinschaft ADICAE gegen unzulässige Hypothekenklauseln eingereicht wurde. Im Mittelpunkt der Diskussion steht der Usus vieler Kreditinstitute, für Hypotheken einen Minimalzins einzurichten. Damit kommen die Hypothekennehmer nicht in den Genuss etwaiger Talfahrten des Euribor, der als Grundlage für die Mehrzahl der Kredite in Spanien gilt.
150 Jahre spanisches Hypothekengesetz
150 Jahre ist es her, dass in Spanien ein Hypothekengesetz eingeführt wurde. Das Grundbuchamt von Madrid feierte diesen Anlass im Beisein von König Juan Carlos und zahlreichen Katasterbeamten aus ganz Spanien.
Im Rahmen der Veranstaltung kam auch zur Sprache, in welchem Ausmasse die gesetzlichen Bedingungen erneuert werden sollten.
Bereits in der Vergangenheit wurde die Norm mehrfach den Bedingungen des jeweiligen Immobilienmarktes angepasst. Anbei die bedeutendsten Änderungen:
Neue Erkenntnisse von Finanzexperten
Wie ein Beobachtergremium der Finanzwelt mitteilt, hätten knapp ein Drittel aller Verfahren, die wegen Nichtzahlung von Hypotheken eingeleitet wurden, durch eine Schuldenkonsolidierung vermieden werden können. Über 70 Prozent der Kreditnehmer würden sogar einwilligen, die Laufzeit ihrer Hypothek und den Schuldenbetrag zu erweitern, wenn sie dadurch monatlich 30 Prozent weniger tilgen müssten.







